Quakers in Ireland

Willkommen auf der Website quakers-in-ireland.org! Dieses Onlineportal wurde ins Leben gerufen, um alle wichtigen Informationen über die Quäker zusammenzutragen, welche insbesondere in der Historie des westeuropäischen Inselstaates Irland eine große Rolle gespielt haben. Doch bevor hierbei ins Detail gegangen wird, werden sich einige natürlich die Frage stellen, worum es sich bei den Quäkern überhaupt handelt und was man sich darunter vorzustellen hat. Die Quäker sind eine ganz besondere Religionsgemeinschaft, die in verschiedenen Ländern als eine kleine Minderheit zu finden ist. Im Folgenden soll genauer auf die Besonderheiten dieser Religionsgemeinschaft eingegangen werden, dabei stets mit einem Bezug auf die Gemeinde in Irland.

Was ist das Quäkertum?

Für die meisten ist das Quäkertum wohl zunächst einmal ein Buch mit sieben Siegeln, denn man hört in den Medien meist nicht viel über die kleine Religionsgemeinschaft, welche zum Christentum gezählt wird und sich doch teilweise deutlich von Katholiken oder der evangelischen Kirche unterscheiden. Der Ursprung der Bezeichnung „Quäker“ kommt von einer eher weniger schönen Bezeichnung, denn direkt übersetzt heißt es „Zitterer“ und wurde einst als Spottname für die Mitglieder dieses Glaubens verwendet. In der heutigen Zeit jedoch ist die Bezeichnung allgemein akzeptiert und auch die Mitglieder selber benutzen sie. Eine andere Bezeichnung ist die „Religiöse Gemeinschaft der Freunde“. Das wichtigste Element des Quäkertums ist die sogenannte „persönliche Erfahrung“ beziehungsweise „Offenbarung“. Diese steht in der Theologie dieser Glaubensgemeinschaft über allem. Selbst die Bibel kommt zumindest bei den eher konservativ ausgerichteten Quäkern erst an zweiter Stelle. Anders ist es bei den evangelikalen Quäkern. Für diese stehen persönliche Erfahrung und Bibel auf einer Stufe.

Geschichte der Quäker

Die Ursprünge des Quäkertums sind im frühen England zu suchen. Im Vereinigten Königreich, in Nordamerika und auf dem afrikanischen Kontinent sowie eben auch in Irland hat die Religionsgemeinschaft bis heute ihre meisten Anhänger. Mitte des 17. Jahrhunderts nahm die Bewegung im nordwestlichen England ihren Anfang. Maßgeblichen Anteil dabei hatte der Laienprediger George Fox, welcher im ersten Beruf Handwerker war. Sein Antrieb war es, sich gegen die starre Autorität der staatlichen, anglikanischen Kirche aufzulehnen und gewissermaßen zurück zu den Wurzeln des Christentums zu gehen. Schon von Anfang an wurden die Quäker stark verfolgt, konnten sich aber bis heute als kleine Minderheiten durchsetzen. In der heutigen Zeit ist die Gemeinschaft hauptsächlich in konservative, evangelische und liberale Hauptströmungen gespalten.

Die Quäker im heutigen Irland

Im heutigen Irland spielen die Quäker als Glaubensgemeinschaft nur am Rande eine Rolle. Es handelt sich um eine kleine Gruppe von lediglich etwa 1.500 Menschen. Obwohl sie im Land eine Minderheit darstellen, handelt es sich bei der Gemeinde dennoch sogar um die zweitgrößte ihrer Art auf dem heutigen europäischen Kontinent. Die Quäker sind gut organisiert und können ihren Glauben heute selbstverständlich frei und ohne Hindernisse leben. Immerhin ganze 600 Menschen nehmen regelmäßig an den Lobpreismeetings teil. Es gibt 29 lokale, sieben monatliche, drei vierteljährliche und ein jährliches Meeting. Schaut man sich die regionale Verteilung an, so finden sich in Ulster dreizehn Meetings, in Leinster zehn, in Munster sechs sowie in Connaught zwei. Der Nachwuchs wird nicht vernachlässigt und so gibt es beispielsweise die Jugendorganisation „Young Friends Ireland“, welche regelmäßige Treffen und Veranstaltungen anbietet. Das größte ist hierbei das alljährliche „Quaker Youth in Ireland Yearly Meeting“, bei welchem alle jungen Quäker zusammenkommen. Außerdem gibt es diverse Veranstaltungen des Junior Youth Club in den verschiedenen Regionen, vorrangig in der Hauptstadt Dublin und in Portadown. Die Quäker in Irland sind also längst nicht nur aus historischer Sicht ein spannendes Thema, sondern die Glaubensgemeinschaft ist bis heute sehr lebendig und das Gemeindeleben kann als durchaus aktiv bezeichnet werden. Vielleicht hat man bei einem Irland-Aufenthalt ja einmal die Gelegenheit eine der Zusammenkünfte zu besuchen.